Antennenkabel

Wer sich ein scharfes und kontrastreiches TV-Bild ins heimische Wohnzimmer holen möchte, der benötigt neben einem guten Receiver sowie einer hochwertigen Satellitenschüssel auch die richtige Verbindung beider Geräte. Hier kommt das Antennenkabel zum Einsatz, das in Elektrofachmärkten unter den Namen Koaxialkabel, Satelliten-Kabel, TV-Antennenkabel und manchmal auch fälschlicherweise als Koax-Kabel angeboten wird.

Der Aufbau des Antennenkabels

Das Antennen- oder SAT-Kabel ist, egal ob für Radio oder Fernseher, beginnend von der Mitte stets gleich aufgebaut. Es besteht aus einem Innenleiter, einem sogenannten Dielektrikum oder auch Isolator, einer Folienschirmung, einer Geflecht-Schirmung sowie dem äußeren Kabelmantel.  Der Innenleiter besteht hierbei aus geflochtenen oder verseilten und sehr dünnen Kupferdrähten. Das Dialektrikum isoliert die empfindliche Leitung. Die Isolation ist in der Regel ein elektrisch nur schwach oder nichtleitender Stoff. Darauf folgt die ebenfalls sehr feine Folienschirmung. Diese Abschirmung verhindert, dass Störstrahlungen den Innenleiter beeinflussen. Die nachfolgende Geflecht-Schirmung sorgt für die benötigte Stabilität des Antennenkabelkerns. Je nach Bautyp und Kabelform können sich mehrere Abschirmungen im Antennenkabel befinden. Das sorgt auf der einen Seite für eine noch bessere Isolation und auf der anderen Seite wird eine Beständigkeit des Kabels erreicht. Zum Schluss folgt der ebenfalls isolierende und korrosionsfeste Kabelmantel, der zusätzlich noch wasserdicht ist. Dieser bildet die sogenannte Außenhaut des Antennenkabels.

So funktioniert das Antennenkabel

Prinzipiell arbeiten SAT-Kabel bei der Übertragung immer gleich. Um Daten senden zu können, muss ein Potenzialunterschied zwischen dem Innenleiter, also dem Kabelkern, und dem Außenleiter hergestellt werden. Über den inneren Leiter wird das Signal dann zum Empfänger gesandt. Der Rückstrom kommt durch die Abschirmung wieder zurück. Als sogenannte unsymmetrische Hochfrequenzkabel werden handelsübliche Antennenkabel zum Übertragen von Signalen für viele Bereiche eingesetzt. Sie kommen nicht nur bei der Antennen-, Sende- und Messtechnik zum Einsatz, sondern werden auch bei der Verbindung von Netzwerken benötigt. Die Impedanz des Kabels, also der Scheinwiderstand, gibt die Schirmwirkung an und ist ausschlaggebend für die Qualität des Antennenkabels. In der Fernsehtechnik werden Koaxialkabel mit einem Widerstand von 75 Ohm eingesetzt. Damit wird eine qualitativ hochwertige Bild- und Tonqualität gewährleistet. Das Schirmungsmaß, also die Dämpfung innerhalb der Leitung, gibt den Durchlass des inneren Leiters in Abhängigkeit zur Frequenz an. Gemessen wird diese Dämpfung an der Länge des Kabels. Um den Wert angeben zu können, wird die Maßeinheit Dämpfung in Dezibel (dB) verwendet. Je höher dieser Zahlenwert ist, desto besser ist letztlich das Antennenkabel. Mehr dazu im Artikel „Antennenkabel Unterschiede„.

So erkennen Sie ein gutes Antennenkabel

Ihr neues Antennenkabel wird sich über viele Jahre im Einsatz als beständig erweisen, wenn Sie nicht nur ein robustes Koaxialkabel, sondern auch einen stabilen Kontaktstecker wählen. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Isolationsfähigkeit. Je dichter die Abschirmung bei Ihrem neuen Antennenkabel ist, umso besser wird sich auch der Fernsehempfang herausstellen. So erhalten Sie ein wesentlich störungsfreieres Bild. Diverse Tests haben außerdem bestätigt, dass für die private Nutzung im heimischen Bereich ein Widerstand von 75 Ohm unverzichtbar ist. Ein weiterer wichtiger Faktor, den Sie vor dem Einkauf beachten sollten, ist die Bandbreite. Diese gibt die Differenz zwischen oberer und unterer Frequenz an und wird prinzipiell mit Hertz (Hz) ausgewiesen. Je größer diese Bandbreite ist, desto mehr Daten können letztlich übermittelt werden. Prinzipiell können hochwertige Fernsehgeräte nur durch ein leistungsstarkes Antennenkabel auch die volle Ton- und Bildqualität darbieten. Die besten Kabel finden Sie in unserem Antennenkabel Test sowie unserem SAT-Kabel Test.